Manche Momente im Hospiz lassen sich kaum in Worte fassen. Und doch sind es genau diese Augenblicke, die zeigen, warum unsere Arbeit so wichtig ist.
Als Ingo am 2. Weihnachtstag zu uns ins Hospiz kam, war klar, die Zeit war kostbar. Gemeinsam mit seiner langjährigen Partnerin Jennifer hatte er ein letzten Wunsch. Sie wollten heiraten. Was folgte, war ein bewegendes Miteinander, innerhalb kürzester Zeit wurde alles, was es für diesen besonderen Tag gebrauchte wurde, organisiert: die standesamtliche Trauung durch Peter Herbold und Oberbürgermeister Dennis Rehbein, Musik durch den Posaunen Chor, die Torte und vor allem Raum für Liebe.
Als Ingo und Jennifer sich am 31.12.2025 das JA-Wort gaben, war der Raum erfüllt von Stille, Tränen und tiefer Verbundenheit. Für uns als Hospiz ist es eine zentraler Teil unsere Arbeit, Menschen nicht nur beim Sterben zu begleiten, sondern beim Leben bis zuletzt. Dazu gehört auch, Wünsche ernst zunehmen, Nähe zu ermöglichen und Momente zu schaffen, die bleiben.
Wir sind dankbar, dass wir diesen besonderen Moment begleiten durften. Dankbar für das Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde. Und dankbar für ein Team, das mit Herz und Engagement solche Wünsche möglich macht.
Solche Augenblicke erinnern uns daran, warum Hospizarbeit weit mehr als Pflege ist.


